Hochtouren und Bergsteigen

Abstieg auf dem Bionnassay-Grat auf dem Weg zum MontBlanc
Abstieg auf dem Bionnassay-Grat auf dem Weg zum MontBlanc

 Vor ein paar Jahren habe ich meine Liebe zu Hochtouren entdeckt. Angefangen hat es mit der Haute Route, einer fünftägigen Gletscherwanderung von Chamonix nach Zermatt. Es folgten direkt Touren auf den Piz Palü und den Piz Buin. Inzwischen habe ich 23 verschiedene Viertausender und auch viele hohe Dreitausender bestiegen. Meine persönlichen Höhenrekorde liegen am MontBlanc (4810m) und Monte Rosa. Schöne und spannende Touren hatte ich auf Bionnassay-Grat, Rochefort-Grat, Dom, Finsteraarhorn, Piz Bernina und viele andere. 

Meine Gipfel und Hochtouren

Viertausender (nach Höhe)

- MontBlanc (4810m) über Bionnassay-Grat, AD 45° IV

- Dufourspitze (4634m), Wallis, PD+ 40° II+

- Zumsteinspitze (4563m), Wallis, PD 40°

- Signalkuppe (4554m), Wallis, PD- 

- Dom (4545m), Wallis, PD 40° II

- Parrotspitze (4432m), Wallis, PD+ 35°

- Ludwigshöhe (4341m), Wallis, PD 40°

- Corno Nero (4322m), Wallis, PD+ 50° II

- Nadelhorn (4327m), Wallis, PD 35° II

- Dome du Gouter (4304m), MontBlanc, PD

- Finsteraarhorn (4274m), Berner Oberland, PD+ 35° II

- Castor (4223m), Wallis, PD 45° 

- Vincent-Pyramide (4215m), Wallis, PD 35° 

- Breithorn (4164m), Wallis, F+ 35°

- Mönch (4107m), Berner Oberland, PD+ 35° II

- Gran Paradiso (4061m), Aostatal, F+ 35° II

- Aiguille de Bionnassay, 4052m, MontBlanc, AD 45° IV

- Piz Bernina (4048m), Engadin, PD+ 45° III- 

- Punta Giordani (4046m), Wallis, F

- Allalinhorn (4027m), Saas Fee, F

- Weissmies Überschreitung (4017m), Wallis, PD+ 40° II

- Lagginhorn (4010m), Wallis, PD, II+

- Aiguille de Rochefort (4001m), MontBlanc, AD 40° III

 

Hohe Dreitausender (nach Höhe)

- Ortler (3905m), Südtirol, PD+ 40° III

- Piz Palü Überschreitung (3901m), Engadin, PD+ 40° II

- Grünegghorn (3860m), Berner Oberland, PD 40° II

- Großglockner (3798m), Tauern, AD- 45° II 

- Wildspitze (3772m), Ötztal, PD 45° II

- Monte Cevedale (3769m), Ortlergruppe, PD-, 40°, I

- Zufallspitze (3757m), Ortlergruppe, PD, I

- Weißkugel (3738m), Ötztal, PD 35°, II

- Tete Blanche (3724m), Wallis, F

- Domes de Miage  (3673m), MontBlanc, PD 40° III

- Tödi (3614m), Glarus, PD+ 45° II

- Similaun (3606m), Ötztal, PD- 30° 

- Hochfeiler (3510m), Zillertal, F

- Johannisberg (3453m), Tauern, PD 

- Rheinwaldhorn (3402m), Graubünden, F+

- Mittlerer Bärenkopf (3357m), Tauern, F 

- Piz Buin (3312m), Silvretta, PD 30° II  

- Haute Route, Chamonix-Zermatt, PD-

 

"By fair means" wird eine Gipfelbesteigung genannt, die ausgehend vom Tal ohne Aufstiegshilfen - z.B. Seilbahnen - bis zum Gipfel führt. Im Juni 2018 sind wir in drei Tagen von Les Contamines bei Chamonix bis hinauf zum höchsten Punkt der Alpen, dem MontBlanc mit 4810m gestiegen. Den Aufstiegsweg der meisten MontBlanc Aspiranten (die Gouter-Route) haben wir gemieden und sind stattdessen über die Domes de Miage und den messerscharfen Bionnassay-Grat aufgestiegen. Die ungleich höheren Anstrengungen - am Gipfeltag knapp 2000 Höhenmeter in sehr dünner Luft - werden durch die wilde, anspruchsvolle und weitgehend einsame Landschaft mehr als wett gemacht. Das Foto zeigt den Blick zurück auf den unglaublichen Bionnassay-Grat, der von der Aiguille de Bionnassay zum Dome De Gouter und weiter zum MontBlanc führt. Der Grat ist über einen Kilometer lang.

 

 

Der höchste Schweizer Berg? Eigentlich ist die Dufourspitze im italienisch/schweizerischen Grenzgebiet im Monte Rosa der höchste Punkt der Schweiz. Doch für viele Schweizer gilt der Dom (4545m) als höchster Berg, denn er steht vollständig in der Schweiz. Für den Aufstieg zum Dom ist Fitness gefragt: Etwa 1600 Höhenmeter geht es von Randa hinauf zur Domhütte. Wecken um 2:30 und Start 3:30 im Licht der Stirnlampen. Nochmal 1600 Höhenmeter zum Gipfel, in dieser Höhe eine echt anstrengende Tour mit knackiger Klettereinlage am Festijoch. Dann der lange Abstieg, entweder nur zur Hütte oder gleich ganz hinunter ins Tal, das wären dann 3200 Höhenmeter Abstieg. Harte Arbeit, aber eine super Tour und ein wunderschöner Gipfel!

 

 

Auf den Piz Bernina, mit 4048m einziger Viertausender der Ostalpen, führen zwei Wege, die beide nicht leicht sind und ausgesetztes Klettern und Gehen auf einem schmalen Grat erfordern. Neben dem berühmten Biancograt ist dies der Spallagrat, hier im Hintergrund zu sehen. Die Auf- und Abstiegsroute geht genau den Grat entlang.  

 

 

Auf dem Weg zum Ortlergipfel muß von der Julius-Payer-Hütte kommend die 60m hohe Tschierfeckwand im Auf- und später im Abstieg geklettert werden. Das sieht spektakulär aus, ist aber mit einem Stahlseil sehr gut gesichert. Mit 3905m ist der Ortler der höchste Berg Südtirols.

 

 

Juli 2016: Auf dem schmalen Grat des Kleinglockner, etwa eine halbe Stunde vor dem Gipfel des Großglockner, mit 3798m höchster Berg Österreichs.
Ein Schneesturm und minus zehn Grad Kälte machen die Besteigung anspruchsvoll.

Am Gipfel des Tete Blanche auf 3724m im Juli 2015. Das Bild wurde aufgenommen auf der Haute Route, einer Hochtour von Chamonix nach Zermatt über viele Gletscher.