Top 10 Schweiz

Wie erwartet sind die Top 10 der Schweiz wesentlich anspruchsvoller als die Top 10 von Österreich oder Deutschland. Das liegt zum einen an der großen Höhe, die eine gute Höhenakklimatisation erfordert. Auch sind bereits die Hüttenzustiege und vor allem die Gipfelanstiege oft sehr lange und anstrengend. Vom Tal zum Gipfel sind oft über 3000 Höhenmeter auf- und abzusteigen, was in der Regel zwei lange Tage erfordert. So sind von der Monte-Rosa-Hütte zum Gipfel der Dufourspitze, mit 4634m höchster Berg der Schweiz, über 1800 Höhenmeter zu bewältigen. Alle Gipfel sind anspruchsvolle Hochtouren, manchmal am Gipfel auch kombiniert Eis/Fels, was Klettern mit Steigeisen bedeutet. Am bekanntesten ist das Matterhorn, das es gerade noch auf die Liste der höchsten 10 Schweizer geschafft hat. Der schwierigste Berg ist das Weisshorn, am einfachsten sind die benachbarten Zumsteinspitze und Signalkuppe. Hier auf der Signalkuppe in 4553m Höhe steht auch die höchste Hütte der Alpen, die Capanna Margharita. Eine Übernachtung so weit oben über den Wolken ist ein Traum, ohne Höhenakklimatisation kann sie allerdings schnell zum Alptraum mit Kopfweh und Übelkeit werden. Hochtouren sollten mit entsprechender Ausrüstung (Seil, Steigeisen, Eispickel und Helm) mit mindestens einem, besser mehreren erfahrenen Tourpartnern als Seilschaft gegangen werden. Die Berge sind nach Höhe absteigend sortiert:

  Berg Kurzbeschreibung

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Dufourspitze

4634m, WS+

 

 

Normalweg ab der Monte-Rosa-Hütte von Zermatt her. Von der Hütte lange 1800 Höhenmeter hinauf, zum Schluss Klettern in dünner Luft  im II. Grad über Blockfelsen. 

 

2

 

 

 

Nordend

4609m, WS+

 

 

Fast der derselbe Weg wir zur Dufourspitze, nur anstatt Klettern über die Gipfelfelsen hier ein Firngrat. Seltener begangen als die Dufourspitze, da etwa gleich lang und schwer aber ein paar Meter niedriger.

 

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Zumsteinspitze

4563m, WS

 

 

Wird meist mit der Signalkuppe (s.u.) bestiegen, da auf der Signalkuppe die Capanna Margharita, höchstgelegene Hütte der Alpen steht. Von dort nur eine halbe Stunde und ca. 100 Höhenmeter.

 

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Signalkuppe

4553m, WS

 

 

 

 

Kaum zu glauben, aber hier oben steht eine  komfortable Hütte, die Capanna Margharita. Eigentlich unsinnig, denn in dieser Höhe übernachten heisst bei 80% der Bergsteiger zumindest leichte Höhenkopfschmerzen. Ansonsten ein einfacher Schneebuckel zum Mitnehmen auf der "Spaghetti-Runde".

 

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Dom

4545m, WS

 

 

 

Gewaltiger Eiskoloss, der 3200m über Randa im Mattertal aufragt. Zum Glück ist genau in der Mitte die schöne Domhütte. Am Gipfel eine der schönsten Aussichten der Alpen. Dennoch eine lange, Ausdauer erfordernde Hochtour, wenngleich technisch unschwierig.

 

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Liskamm_Ost

4533m, ZS-

 

 

 

Der höhere der beiden Liskamm-Gipfel, die über den berühmten Liskamm-Grat verbunden sind. Wird gerne als Liskamm-Überschreitung vom Klein-Matterhorn kommend und zur Monte-Rosa-Hütte absteigend gemacht. Dies ist eine anspruchsvolle Hochtour über 2-3 Tage!

 

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Weisshorn

4505m, ZS

 

 

 

 

Kämpft mit dem Matterhorn um den Titel "schönster Berg der Alpen". Bei Bergsteigern klarer Gewinner, denn die Besteigung des Weisshorn ist eine lange, anspruchsvolle kombinierte Hochtour mit langem Hüttenzustieg, mühsamem Zustieg, steilem Fels- und Firngrat und Blockklettern im II. - III. Grad. Nur die Harten kommen in den Garten!

 

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Täschhorn

4491m, ZS

 

 

 

Direkt neben dem Dom gelegen, nur ein paar Meter niedriger aber deutlich schwieriger. Viel weniger besucht, denn anstatt einer Hütte gibt es nur das Mischabel-Biwak und der Felsgrat zum Gipfel ist brüchig und anspruchsvoll. 

 

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Liskamm_West

4479m, WS+

 

 

 

Niedrigerer der beiden Liskamm Gipfel. Wird oft mit der anspruchsvollen Liskamm-Überschreitung zum Liskamm-Ostgipfel gemacht. Kann aber auch separat von der Quintino-Sella-Hütte (erreichbar vom Klein-Matterhorn oberhalb Zermatt) bestiegen werden, ist dann einfacher.

 

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Matterhorn

4478m, ZS

  

 

 

 

Schönster Berg der Alpen oder übervölkerter Trümmerhaufen? Egal, wenn man ihn sieht will man eigentlich hinauf. Sieht schwierig aus, geht aber nicht über den III. Klettergrad hinaus. Aber die Wegfindung ist anspruchsvoll und es ist bei oben oft eisigen Verhältnissen eine lange, kombinierte Tour, die aufgrund des permanenten Absturzgeländes über viele Stunden fehlerfrei zu begehen ist. 

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